von Marco Kellermann Felix Räckl Maximilian Hessel
1. Definition
Das Wort klassisch stammt vom lateinischen classicus. Damals bezeichnete man damit Angehörige der höchsten Steuerklasse.
Heute bedeutet klassisch etwas zeitlos gültiges, Überragendes und vorbildhaftes.
2. Geschichtlicher Hintergrund:
Frankreich war unter Ludwig XIV. die Vormacht Europas. Durch die vielen Kriege, die er führte, überforderte er jedoch die Wirtschaftskraft des Landes und die Bauern wurden ausgebeutet. Zur Lösung der Finanzkrise wurde zur Nationalversammlung berufen. Aus Angst, dass der König dieses Auflösen könnte, bewaffneten sich viele Pariser und stürmten die Bastille. Danach wurde das Land von einer Welle von Gewalt überflutet. 1791 bekam Frankreich dann eine Verfassung und wurde 1792 zur Republik. Da sich die Franzosen nach Ruhe, Ordnung und Sicherheit sehnten kam Napoleon Bonaparte an die Macht, der versuchte den Staat zu ordnen. Nach seiner Kaiserkrönung wollte ganz Europa unter seine Herrschaft reisen. Seine Verbündeten Gegner besiegten ihn jedoch und er wurde auf die Insel Elba verbannt. Jetzt bestieg Ludwig XVII., der Bruder des in der Revolution hingerichteten Königs den Königsthron.
3. Merkmale
· Auseinandersetzung mit der Französischen Revolution
· Nicht durch einen gewaltsamen Umsturz (Französische Revolution), sondern durch eine evolutionäre Fortentwicklung (langsame Höherentwicklung) der Gesellschaft gelange man zu dem Ziel eines den aufklärerischen Idealen entsprechenden Staates.
· Zentralisierung auf Weimar und z. T. Jena
· Stellt der Unruhe der Zeit das Programm der ästhetischen Erziehung gegenüber: Die Menschen sollen durch Kunst und Literatur zu Humanität erzogen und dadurch reif für gesellschaftliche Veränderungen werden.
Erziehungsideal ist die „schöne Seele“, d. h. der Mensch, dessen Handeln, Pflicht und Neigung in Übereinstimmung sind (Ideal eines ruhigen, abgeklärten, in sich selbst ruhenden Menschen).
· Zeitlosigkeit der Epoche, indem sie Gegenstände zur Betrachtung wählt, die „über allen Einfluss der Zeiten erhaben“ sind, genauer menschlich-ethische Werte
· Streben nach Harmonie in der Gesellschaft statt Egoismus des Sturm und Drangs
· Humanität
· Einsicht, dass persönliches Verderben die gerechte Strafe für begangene sittlich-moralische Verfehlungen ist
4. Literatur der Klassik
· zielte auf eine geschlossene Form, auf Vollendung, auf Humanität, auf Sittlichkeit und auf Harmonie.
· ästhetische Erziehung wurde die Natur durch die Kunst überwunden, die aber wieder Natur ist, um Harmonie zu erreichen.
· Ziel der klassischen Dichtung war nicht Abbildung oder Nachahmung der Natur, sondern das Wesen der Dinge zu erfassen.
5. Die Wichtigsten Vertreter
· Johann Wolfgang von Goethe
· Friedrich Schiller
· Christoph Martin Wieland
· Johann Gottfried Herder
Der Musenhof
Johann Wolfgang von Goethe
Der Zauberlehrling Johann Wolfgang von Goethe
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) gilt bis heute als einer der bedeutendsten deutschen Dichter, welcher mit seinen Werken enormen Anteil an der Weimarer Klassik hatte. Obwohl er auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaften studiert, galt seine große Leidenschaft schon immer dem Schreiben. Doch Goethe kennt sich in allen Bereichen des Lebens und Wissen aus: So war außer dem Dasein als Dichter auch Künstler, Theaterleiter, Naturforscher, Kunsttheoretiker und Staatsmann. Bis zu seinem letzten Atemzug war er geprägt von seinem unstillbaren Hunger nach Wissen und leidenschaftlichen Verliebtheiten. In späteren Jahren lernte Goethe Friedrich Schiller kennen. Die beiden Literaten beeinflussten sich gegenseitig in ihrem Schaffen und arbeiten gemeinsam an Werken. Sie gelten als die wichtigsten Vertreter der Weimarer Klassik, die inoffiziell bis zum Tod Schillers 1805 offiziell jedoch bis zu Goethe´s Tod andauerte.
Zu Goethes populärsten Werken in Zeiten der Weimarer Klassik zählen wir heute die Tragödien „Faust I“ und „Faust II“ (1808/1832), Balladen wie „Der Zauberlehrling“ und „Der Schatzgräber“ (beide 1797) sowie Romane: „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ und „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ (1795/1821) um nur ein paar Beispiele zu erwähnen.
Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1928
Friedrich Schiller
Johann Christoph Friedrich von Schiller geboren am 10. November 1759 in Marbach am Neckar, gestorben in Württemberg am 9. Mai 1805 in Weimar, Sachsen-Weimar
1802 geadelt er war ein deutschsprachiger Dichter,Philosoph und Historiker und gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker. Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Auch als Lyriker war er erfolgreich: Seine Gedankenlyrik wurde exemplarisch, seine Balladen zählen zu den beliebtesten deutschen Gedichten.
Lebensgeschichte:
Friedrich Schiller wurde als 2 Kind des Offiziers und Wundarztes Johann Casper Schiller geboren er war neben 5 Schwestern der einzige Sohn. In Ludwigsburg ging er auf eine Lateinschule und schrieb schon mit 13 seine ersten Theaterstücke die nicht mehr erhalten sind „Absalon“ und „Die Christen“.
1773 besuchte er eine Militärarkademie im Schloss Solitude, allerdings auf herzoglichen Willen und gegen den seiner Eltern.Dort begann er zuerst mit einen Rechtsstudium. Mit 15 Jahren war Schiller immernoch bettnässer was an den militärischen Drill gelegen hat, die er dort erfuhr.
1775 wurde die Akademie in die Innenstadt von Stuttgart verlegt zu diesem Zeitpunkt wechselt Schiller sein Studiumfach auf Medizin. Er ließ die Gedichte von Sturm und Drang und war davon fasziniert. Im selben jahr verfasst er noch das nicht mehr erhaltene Drama „Der Student von Nassau“.
1776 erschien sein erstes gedrucktes Gedicht der Abend.Ebenfalls begann er mit der Arbeit an dem Theatertück „Die Räuber“.1779 bestand er die ersten medizinischen Examina und bat um die Entlassung als Militärarzt doch die wurde im erst 1780 gewährt.
1788 trafen sich Goethe und Schiller zum ersten Mal im Garten von der Familie Lengenfeld zeigten aber keine große Interresse füreinander.
Am 22.Februar 1790 heiratet er Charlotte von Lengenfeld. Alles schien auf ein glückliches Familienglück hinauszulaufen doch schon 1991 erkrankte er schwer an Tuberkolose es gingen schon Gerüchte von seinen Tod umher doch erholte sich und am 14.September 1793 wurde sein erstes Kind geboren ein Sohn später kam nochmal ein Sohn nach und eine Tochter.
Doch schon bald gingen die beiden freundlich miteinander um hielten Briefkontakt miteinander.1794 verbrachte Schiller 2 Wochen in Goethes Anwesen,wobei in diesen 2 Wochen auch häufig gestritten wurde.1796 starben sein Vater und seine Schwester doch davon ließ er sich nicht unterkriegen schon 1997 schrieb er mehrer Balladen z.b „Der Taucher“ oder „Der Handschuh“ dieses Jahr gilt auch deswegen als Balladenjahr. „Die Bürgschaft“ kam ein Jahr später herraus.
Am 3. Dezember. 1799 zog er mit seiner Famlilie nach Weimar wo er am 16. November. 1802 sein Adelsdiplom überreicht bekam im selben Jahr starb seine Mutter.1804 vollendete er das Theaterstück „Wilhelm Tell“. Zu dieser Zeit erkrankte Schiller sehr häufig was 1805 zu seinen Tod führte. Er starb an einer Lungenentzündeng hervorgerufen durch seine Tuberkuloseerkrankung die Opduktion ergab das sein linker Lungenflügel völlig zerstört war. Nach Schillers Tod entlieh Goethe Schillers Schädel und verfasste das Gedicht „Bei Betrachtung von Schillers Schädel“ als Goethe starb wurde er auf eingenen Wunsch ab Schillers seite bestattet.
Bekannte Werke:
Dramatische Werke :
- Die Verschwörung des Fiesco zu Genua (1784)
- Don Karlos (1787/88, heute meist Don Carlos)
- Wallenstein-Trilogie (1799)
- Die Jungfrau von Orléans (1801)
- Die Braut von Messina (1803)
- Wilhelm Tell (1803/04)
- Demetrius (unvollendet, 1805)
Lyrik :
- Elegie auf den frühzeitigen Tod Johann Christian Weckherlins (um 1781)
- Die Götter Griechenlandes (erste Fassung 1788, zweite Fassung 1800)
- Hektors Abschied (1790)
- Der Taucher (1797)
- Der Handschuh (1797)
- Der Ring des Polykrates (1798)




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